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  • 08. Februar 2024
    Neuerwerbung im Goethe- und Schiller-Archiv: Originale Briefe

    Präsentation der Neuerwerbung originaler Briefe im Goethe- und Schiller-Archiv, Vortragssaal

    Das Goethe- und Schiller-Archiv hat Anfang des Jahres originale Briefe aus dem Konvolut Friedrich Schiller und Christian Gottfried Körner erworben. Möglich war dies nur mit Unterstützung der Freundesgesellschaft des Goethe- und Schiller-Archivs. Es handelt sich um sieben Briefe von Schiller und fünf Briefe von Körner aus dem Zeitraum von Juli 1787 bis August 1797.

    »Briefe von Schillers Hand sind heute im Autographenhandel von größter Seltenheit. Umso überraschender ist es, dass über das Auktionshaus Stargardt in Berlin gleich mehrere Briefe von Friedrich Schiller und dem Dresdener Juristen und Schriftsteller Christian Gottfried Körner angeboten wurden. Eine solches Briefkonvolut ist im Handel vermutlich nicht noch einmal zu erwarten. Die kostbaren Originale aus der umfangreichen Korrespondenz bereichern künftig den Nachlass Friedrich Schillers, der zu den Kernbeständen des Goethe- und Schiller-Archivs gehört.

    Die Erwerbung ist für die Klassik Stiftung Weimar ein Glücksfall. Bei den Briefen handelt es sich um herausragende originale Zeugnisse der klassischen Literatur, die Schillers Weg zu einem der führenden Schriftsteller seiner Zeit dokumentieren. Wenngleich die Korrespondenz zwischen Schiller und Körner nicht so berühmt ist wie die zwischen Schiller und Goethe, zählt sie ebenso zu den bedeutendsten Briefwechseln der Literaturperiode um 1800. Vertrauensvoll berichtet Schiller mit großer Offenheit und Nähe dem nur wenige Jahre älteren engsten Freund und Förderer Körner von seinen Lebensumständen, seinem innersten Befinden, seinen Begegnungen mit Freunden und Bekannten sowie den Erfahrungen, die er als Dichter macht.

    Die im Juni 1784 einsetzende Korrespondenz mit nahezu 700 Briefen wurde nach dem Verkauf durch Körners Erben an den Autographensammler Carl Künzel 1854 weltweit verstreut. Nicht wenige Briefe sind verschollen oder gelten als Kriegsverlust. Andere werden heute außerhalb Weimars im Deutschen Literaturarchiv in Marbach, im Freien Deutschen Hochstift in Frankfurt, in weiteren Archiven und Bibliotheken sowie in Privatbesitz aufbewahrt. Mit der Neuerwerbung besitzt das Goethe- und Schiller-Archiv nun insgesamt 47 Briefe aus der Korrespondenz zwischen Schiller und Körner. Die Briefe, die zum kulturellen Erbe Deutschlands gehören, werden im Archiv dauerhaft gesichert, digitalisiert und für die Erforschung und Auswertung im Open Access zur Verfügung gestellt.« (Vgl. Pressemitteilung)

  • 19. Januar 2024
    Neu erschienen: Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft 2023

    Buchcover vom »Jahrbuch der Deutschen Schillergesellschaft« (Bd. 67/​2023)

    Der 67. Band des »Jahrbuchs der Deutschen Schillergesellschaft« ist am 4. Januar 2024 erschienen. Im Fokus stehen dieses Mal Die Literatur und ihre Medien: Rilkes mulitmediales Archiv sowie die Diskussion der Gastherausgeber Urs Büttner. Globalgeschichten der Deutschen Literatur. Den Abschluss bildet die Schillerrede von Daniel Kehlmann am 13. November 2022 ‘Sorgt, daß sie nicht zu zeitig mich erwecken.’ Über Historie und Fiktion.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Verlagswebseite

  • 29. Dezember 2023
    Neu erschienen: Karneval und Identität in der deutschsprachigen Literatur von Niklas Junglas

    Buchcover von »Karneval und Identität« von Niklas Junglas, 2023

    »Die Frage nach der Rolle des Karnevals in der deutschsprachigen Literatur wurde bislang nicht näher erörtert. Vor dem Hintergrund, dass das närrische Brauchtum ein kulturelles Phänomen von universeller Natur ist, war eine Untersuchung dieses Gegenstands aber schon lange überfällig. Das Werk spannt einen zeitlichen Bogen von 500 Jahren und nimmt dabei die – weitestgehend – kanonisierte Literatur unter die Lupe. Die Rolle des Narren und die Funktion des Maskierens erfahren besondere Berücksichtigung, spiegelt beides doch die identitätsstiftende Eigenschaft, die dem Karneval innewohnt, wider. Im Medium des Karnevals – so eine Kernthese des Werks – werden die Ich-Krisen der literarischen Figuren inklusive potenzieller Lösungswege verhandelt.« (Text von der Verlagswebsite

    Niklas Junglas geht in seinem 2023 erschienenen Buch ausführlicher auf Schillers »Die Verschwörung des Fiesko zu Genua« und »Der Geisterseher« ein sowie auf Goethes »Das Römische Carneval«. Behandelt werden u.a. auch Kleists »Der Findling« und E.T.A. Hoffmanns »Prinzessin Brambilla«. (Link zum Inhaltsverzeichnis)

  • 16. Dezember 2023
    Verlängert! Sonderausstellung im Goethe- und Schiller-Archiv: Mit fremder Feder. Der gefälschte Schiller

    Mit fremder Feder – Titelbild zur Ausstellung im GSA 2023

    Die erfolgreiche Sonderausstellung »Mit fremder Feder. Der gefälschte Schiller« im Goethe- und Schiller-Archiv Weimar wird nicht wie geplant am 17. Dezember schließen, sondern noch bis 17. März 2024 zu sehen sein.

    Im Zentrum steht der spektakuläre Kriminalfall, der sich um 1850 in Weimar ereignet: »Der Architekt und Geometer Heinrich von Gerstenbergk fälscht hunderte Autographen Schillers und verkauft sie über ein Netzwerk prominenter Mittelsmänner. Zu den ahnungslosen Abnehmern gehören die Königliche Bibliothek in Berlin, Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach sowie Schillers jüngere Tochter, Emilie von Gleichen-Rußwurm.« (Text von der Website der Klassik Stiftung Weimar)

    Das Goethe- und Schiller-Archiv widmet sich in seiner Ausstellung diesem Kriminalfall und zeigt erstmals die nachgemachten Papiere der Öffentlichkeit.

    Weitere Informationen erhalten Sie hier.

  • 29. November 2023
    Schillers »Wallenstein« im Staatstheater Nürnberg | Premiere am 26.01.2024

    Nürnberger Staatstheater, Foto: Andreas Praefcke

    Nach 65 Jahren wird Friedrich Schillers »Wallenstein« erstmals wieder am Staatstheater Nürnberg gespielt. Regie führt Jan Philipp Gloger. Am 26. Januar 2024, 19 Uhr, ist Premiere.

    »Zum Zeitpunkt der Handlung herrscht seit 16 Jahren Krieg. Marodierend ziehen die Soldaten durch die Lande. Am Frieden hat kaum jemand ein Interesse, zu gut lässt sich am Krieg verdienen. In dieser Situation steht Wallenstein vor der Entscheidung: Soll er zum eigenen Vorteil mit seinem Heer zum Feind überlaufen? Er fragt die Sterne, während seine Offiziere intrigieren. Darunter auch sein engster Vertrauter, dessen Sohn Wallensteins Tochter liebt.
    Die Wallensteintrilogie ist Politthriller und Familiendrama in Einem. Schiller, der den Mächtigen stets misstraute, zeichnet eine Situation, in der Krieg, Ökonomie und Liebe fatal ineinander verquickt sind und hehre Ideale hinter Realpolitik und Eigeninteressen zurückstehen. Und so bekommt das heroische Bild eines Feldherrn, der seine Spuren auch in der Region um Nürnberg hinterlassen hat, Risse.« (Text von der Website, Staatstheater Nürnberg)