Neuigkeiten
Aktuelle Einträge
05. Januar 2026Fundstück: Dr Handschuhk von Lene Voigt
12. Dezember 2025Neu erschienen: Friedrich Schiller und Malta
24. November 2025Schillers »Wallenstein« an den Münchner Kammerspielen
20. November 2025Rückblick auf die Schillertage 2025
13. Oktober 2025Schillers »Don Karlos« im Schiller-Theater Rudolstadt
01. Oktober 2025Hommage für Schiller am 16. November in Utenbach/Apolda
15. September 2025Die Karlsschule als Tempel der Tugend – Unser erster Sonderband ist erschienen
23. August 2025Dichtung, Fest und Alltag – zum Schillerfest 1859
26. Juli 2025Schillers »Die Horen« – Unsere Jahrespublikation ist erschienen
28. Mai 2025Festveranstaltung zum Abschluss der Schiller-Nationalausgabe in Weimar
07. November 2022
»Die Weimarer Museen«. Ein erinnerungskulturelles Handbuch von Paul Kahl
Im Sandstein Verlag erschien dieses Jahr das Buch Die Weimarer Museen. Ein erinnerungskulturelles Handbuch von Paul Kahl mit Beiträgen von Daniel Gaede, Marc Grohall, Kirsten Münch, Justus H. Ulbricht, Eric Wrasse und Felix Zühlsdorf. Ein Kapitel widmet sich auch dem Schillerhaus mit Schiller-Museum.
Auf der Website des Verlags findet sich folgende Inhaltsbeschreibung sowie eine Lesprobe:
»Mit der Errichtung des Bauhaus-Museums im nördlichen »Quartier der Moderne« und mit der Eröffnung des Hauses der Weimarer Republik im historischen Zentrum hat die an Museen reiche Stadt Weimar zwei überregional und international ausstrahlende neue Anziehungspunkte hinzugewonnen. Auch die klassischen Stätten, das Residenzschloss und das Goethe-Nationalmuseum, stehen vor einer umfassenden Neuausrichtung.Das Handbuch erschließt die sich neu aufstellende Museumswelt Weimars und reflektiert sie vor dem Hintergrund der neuesten erinnerungskulturellen Forschung. Der Band umfasst alle Museen und Gedenkstätten Weimars – auch die Gedenkstätte Buchenwald. Vorgeschaltet ist ein historischer Essay zur Musealisierung der Stadt Weimar und zu ihren Ambivalenzen. Der Anhang umfasst praktische Hinweise zur Vorbereitung von Studienfahrten.«
13. Oktober 2022
Neu erschienen: Handbuch zu Wilhelm von Humboldt
Am 30. August 2022 erschien bei J.B. Metzler das von Cord-Friedrich Berghahn herausgegebene Handbuch Wilhelm von Humboldt. Leben – Wirk – Wirkung.
»Wilhelm von Humboldt gehört zu den zentralen Protagonisten der europäischen Kultur, Wissenschaft, Literatur und Politik um 1800. Sein umfangreiches und thematisch weitgespanntes Werk greift nahezu alle entscheidenden Themen der Epoche auf. Als Reformator des Preußischen Bildungswesens und Gründer der Berliner Universität, aber auch als Diplomat hat Wilhelm von Humboldt darüber hinaus auch praktisch Geschichte geschrieben: Die Ideen seiner Bildungspolitik wirkten dabei besonders intensiv nach und haben die schulischen und universitären Traditionen in Deutschland, Europa und Nordamerika für mehr als ein Jahrhundert geprägt. Während jedoch kaum eine bildungspolitische Debatte ohne die Beschwörung seines Namens auskommt, ist sein eigentliches Werk bis heute nur Wenigen bekannt. Das soll dieses Handbuch ändern: In ihm wird Humboldts umfangreiches Werk in Überblicksdarstellungen erschlossen. Dazu zählen neben seinen Schriften auch seine zahlreichen Briefwechsel etwa mit Goethe, Schiller, A.W. Schlegel, Germaine de Staël u.v.a. Themen sind darüber hinaus auch die kulturgeschichtlichen Kontexte und die Wirkungsgeschichte seiner Ideen. Denn gerade seine emanzipativen und egalitären Ideen zur Vielfalt und Gleichwertigkeit der Sprachen und Kulturen machen Wilhelm von Humboldts Denken heute aktueller denn je.« (Quelle: Website des Verlags
Ein Kapitel ist dem Briefwechsel Humboldts mit Friedrich Schiller gewidmet. Ein anderes stellt Humboldts Bezug zu den Orten Weimar und Jena genauer vor. Beide sind von PD Dr. Nikolas Immer (Universität Trier) verfasst.
15. September 2022
Schillers »Die Polizey« als Hörspiel auf Deutschlandfunk Kultur
Das Hörspiel »Die Polizey«, basierend auf dem gleichnamigen Fragment Friedrich Schillers, wurde on der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats im August 2022 gekürt. Es kann über Deutschlandfunk Kultur gestreamt oder heruntergeladen werden.
Auszüge aus der Begründung der Jury: (Quelle: https://www.hoerspielundfeature.de/die-polizey-wiederholung-100.html)
»Friedrich Schillers kurz vor seinem Tod um 1800 entstandenes, gleichnamiges Fragment bildet den Ausgangspunkt für Björn SC Deigners Text Die Polizey, den Luise Voigt als Hörspiel bearbeitet und inszeniert hat. Verse von Schiller werden umspielt mit Deigners eigenen Worten und erschaffen eine beschwörende poetische Beschreibung der Nacht im Paris des beginnenden 19. Jahrhunderts: Paris ist ein Schlund, in dem die Menschheit verschmilzt, die Häuser so hoch, dass die Bewohner tagsüber Kerzen anzünden.
[…]
In verschiedenen […] Szenen gelingt es sowohl Deigner in seinem Text als auch Luise Voigt in ihrer unaufdringlichen, wenig pathetischen Inszenierung, die verschiedenen Facetten der Institution Polizei über die letzten Jahrhunderte hinweg im Rekurs auf das Schiller’sche Fragment darzulegen und zu verschränken: die Polizei als Hüterin der Ordnung, als brutaler Apparat des Staates, als von Spitzeln durchdrungene Vereinigung, als eine von Rechtsradikalen in Teilen unterwanderte Institution, die ihre Verbindungen zum NSU leugnet.
[…]
Luise Voigt hat auf Basis von Björn SC Deigners Text ein Hörspiel kreiert, das mit historischen und aktuellen Quellen ein kritisches Porträt der Polizeiarbeit zeichnet. Das Stück beeindruckt in seiner Sprachgewalt und aufgrund der radiophon sehr eindrücklichen Umsetzung. Besonders lobend hervorzuheben sind denn auch die Sprechregie und das Sprecher:innen-Ensemble.
Wir zeichnen Die Polizey daher als Hörspiel des Monats August aus.«
28. August 2022
Verdis Oper »Don Carlo« im Theater Bremen
Das Theater Bremen spielt in dieser Saison Giuseppe Verdis Oper »Don Carlo« in fünf Akten, nach dem Text von Joseph Méry und Camille du Locle nach Friedrich Schiller. Auf der Website des Theaters heißt es in der Ankündigung:
Die Hoffnung auf Veränderung stirbt, das System bringt sich um seine Zukunft. Freiheitsverfechter und Religionsskeptiker Giuseppe Verdi zeigt durch aufwühlende Orchesterfarben und Gesang am Rande des menschlichen Abgrunds die unheilvolle Verstrickung von Machtausübung und der Sehnsucht nach einer gerechteren Welt als Familiendrama: Das Private ist politisch, das Politische ist privat. Mit »Don Carlo« gibt der neue leitende Regisseur im Musiktheater, Frank Hilbrich, seinen Einstand; am Pult steht der Generalmusikdirektor der Bremer Philharmoniker, Marko Letonja.
Die Premiere fand am Sonntag, 18. September 2022 statt.
27. August 2022
Germanistentag 2022 | Zwei Panels zu Schiller
Auf dem diesjährigen 27. Germanistentag, der vom 25. bis 28. September 2022 an der Universität Paderborn stattfand, widmeten sich gleich zwei Panels dem Werk Friedrich Schillers.
»Wie kein anderer Autor seiner Zeit macht Schiller […] Verschwörungsängste und Verschwörungstheorien, wie sie vor und nach der Französischen Revolution vor allem in Journalen und Tagespublizistik kursierten, literarisch fruchtbar. Auch für Schillers Texte gilt, was jüngst als zentrale Denkfigur der Verschwörungstheorie beschrieben worden ist: Nichts ist, wie es scheint.« Dieser allgegenwärtigen Mehrdeutigkeit denen sich Schillers dramatische Figuren immer wieder ausgesetzt sehen und auf die sie unterschiedliche Antworten finden, ging das Panel 1.4 Dramatische Mehrdeutigkeiten – Verschwörung und Pakt in Schillers Don Karlos, organisiert von Prof. Dr. Jürgen Robert (Tübingen) und Viktoria Walter (Klagenfurt), nach.
Das Panel 4.6 Deutungsspiele. Gesellschaft, Macht und Ästhetik bei Friedrich Schiller, organisiert von Sarah Goeth (Erlangen-Nürnberg) und Dr. Agnes Hoffmann (Basel), blickte auf Schillers dramatisches und theoretisches Werk vor der historischen Umbruchsphase um 1800, in der gesellschaftliche Ordnungsbegriffe deutungsbedürftig werden. Schillers Werk wurde vor diesem Hintergrund als Teil der zeitgenössischen Aushandlung und Umgestaltung des politischen Imaginären untersucht. »Denn in seinen Schriften werden Entwürfe gesellschaftlicher (Neu-)Ordnung in ihrer Mehrdeutigkeit und Deutungsabhängigkeit vor Augen gestellt.«
